Resilienz-Seminar vom 06.09.-09.09.2018

Liebe Blogleserinnen und Blogleser,

Im September letzten Jahres war es wieder soweit, Ines, Annemarie und
Frederik initiierten und organisierten ein Seminar zum Thema “Resilenz“.

Über dieses Seminar möchten nun Regine und Regina berichten.

Im Februar 2018 kam die Ankündigung. Im September war es nun endlich soweit.

18 NF2-Betroffene, zwei Ehemänner, eine Oma und ein Kind sowie zwei Schriftdolmetscher, eine Gebärdensprachdolmetscherin, ein Coach und zwei Hunde machten sich auf den Weg zum Kochsberg in Nordhessen. Ob mit dem eigenen PKW oder mit der Bahn, alle kamen rechtzeitig im inklusiven Seminarhotel an. Vorfreude und Neugier waren die Begleiter, doch vor allem die Freude darüber, sich wiederzusehen. Die meisten der Teilnehmer kannten sich seit langem, einige waren Freunde geworden. Das Thema Resilienz hatte in ihrem eigenen Leben schon lange einen Platz gefunden.

Hä, Resi-was? Nicht jeder kennt den Fachbegriff aus der Psychologie. Im Prospekt unseres Seminarleiters ist zu lesen:

„Die Kraft, mit der es Menschen gelingt, Schicksalsschläge, Verluste und Widrigkeiten zu überwinden und sich auf Veränderungen einzustellen, heißt Resilienz.“

Viel einfacher sagte es die Hand von Edel, der Gebärdensprachdolmetscherin. Sie zog sich am eigenen Schopf nach oben (wie der Freiherr von Münchhausen in seinen Lügengeschichten, der sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf heraus zog). Sich selbst helfen, sich aus eigener Kraft aus einer üblen Lage zu befreien, das bedeutet Resilienz.

Das Rüstzeug, das es möglich macht, schwierige Situationen zu bewältigen und die eigene Persönlichkeit zu stärken, wurde uns von Hugo Körbächer in den 2 1/2 Tagen vorgestellt.

Wir lernten die einzelnen Faktoren kennen, die unser inneres Immunsystem stärken: –  Optimismus (erwarte das Beste und bereite dich auf das Schlimmste vor) –  Akzeptanz (akzeptieren, dass das Leben wechselhaft ist) und

–   Lösungen (es gibt immer Lösungen)
–  Selbstregulierung von Körper, Geist und Seele
–  Verantwortung übernehmen (raus aus der Opferrolle)
–  Beziehungen gestalten
–  Zukunft gestalten

Das Seminar lebte auch von der aktiven Mitarbeit ihrer Teilnehmer (solche Schüler würde sich ein jeder Lehrer wünschen). Die Theorie wurde immer wieder aufgelockert durch kleine Aufgaben, die den jeweiligen Themenbereich praktisch begleiteten. Ein Beispiel: Jede Gruppe (zufällig aus den Seminarteilnehmern zusammengesetzt) baut ein Gebilde aus 30 Strohhalmen. Hoch soll es sein und standfest. Hierbei  konnten wir viele Resilienz-Faktoren auf der Stelle erfahren.

Oder die Hunde-Zeichnungen: sie machten deutlich, welche stereotypen Bilder alle im Kopf hatten. Denn es gibt mehr Möglichkeiten als Schnauze links und vier Beine. Es gibt mehr als eine Lösung.

Das Nachdenken über sich selbst, seine eigenen Bedürfnisse und dazu die Einschätzung der anderen…… das Nachdenken über den Pegelstand seines eigenen Energiefasses…… wir konnten manches über uns selbst lernen.

Zum Schluss machte uns Hugo mit EFT (Emotional Freedom Technicus) bekannt. EFT ist eine Klopftechnik auf bestimmte Akupunkturpunkte an Kopf, Oberkörper und Händen. Stress und Ängste sollen so wirksam abgebaut werden.

Uns alle hat NF2 schon ein Stück weit resilient gemacht. Dass wir es weiterhin schaffen, mit diesem Übel gut zu leben, dass wir es weiterhin hinbekommen, unsere eigenen Kräfte und Potentiale einzusetzen, dass wir versöhnlich umgehen mit der Unabänderlichkeit…….. dazu hat das Seminar einen wichtigen Beitrag geleistet.

Es war eine rundum gelungene Veranstaltung. Unser herzlicher Dank geht an alle, die zum Erfolg beigetragen haben.

Regina und Regine

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