Faschingsgrillen – Mit Schirm, Charme und hochgekrempelten Ärmeln

Hinter dem Wörtchen „helfen“ verbirgt sich so vieles. Wie man es mit dem Angenehmen verbinden kann und auch noch Spaß dabei hat, gerade zur Karnevalszeit, erzählt euch nachfolgend Corinna, die nicht nur Tatortfan ist, sondern im Fall der Fälle auch mal mit anpackt. Natürlich alles für den guten Zweck und am Ende sind meist alle glücklich, aber lest selbst…

Dieses Jahr hat es endlich geklappt. Vorgenommen habe ich es mir schon Jahre zuvor, aber… erst einmal musste ich realisieren, dass der Faschingsumzug und damit auch die „Grillaktion“ in Merlau an einem Sonntag stattfindet (aus meiner Umgebung kenne ich nur die Rosenmontagszüge – nicht mega, eher „übersichtlich) und es durfte genau an besagtem Sonntag nichts „Vorrangiges“ bei mir/uns persönlich anstehen (z.B. hatten schon Schwiegereltern da Geburtstag oder es war eine „wichtige“ JHV…).

Also, wie geschrieben, dieses Jahr war es soweit. Mann geschnappt, ab ins Auto und voller Vorfreude Richtung Vogelbergkreis nach Mücke-Merlau, zum „Faschingsgrillen“ von Helene und Klaus. Sie haben diese Aktion ins Leben gerufen.

Von der Autobahn ab, nach der „Seitenstraße“ nach Merlau Ausschau gehalten – ahhh da kommt sie und …

Man sagte mir, ich solle bis spätestens 12°° Uhr eintreffen, da ab dieser Uhrzeit die Umzugs-Straße gesperrt werde. Wir waren schon gegen 11°° Uhr von der Autobahn runter. Und bei der „Seitenstraße“ stand schon der Sperrbarken sowie ein „Aufpasser“. Ich hab meinen vollen Charme spielen lassen (wollte nur schnell vorbeihuschen 😉 ) und dann stellte sich die Frage – wie in der Bütt: „Wolle mer se reinlasse?“….. „NÖÖÖÖÖ“.

Hmm, mit meinem Charme ist es auch nicht mehr weit her – lach. (Tätäääää – Anmerk. d. Red.) Wir durften also einen Bogen fahren und sind trotzdem angekommen. Dort erst einmal Begrüßung „HELAU“, vorstellen und kurz geredet. Es waren lauter Freunde von Helene und Klaus da, von uns NFlern waren nur Helene und ich anwesend, leider waren dies Jahr keine weiteren Foraner vor Ort.

Dann kam das eigentliche Ansinnen wieder ins Gedächtnis, also Ärmel gekrempelt und Arbeit gesucht. Es gab manches noch vorzubereiten.
Mit dem Schicksal ist es so eine Sache… diesmal hat es Regen (in Maßen) für das Faschingsgrillen parat gehabt.
Aber die Helfersleut sind ja alle „Kampferprobt“, so wurden die Tische schnell geschnappt und umgestellt. Ebenso wurden die Geräte an die Steckdosen verteilt. Der Glühwein durfte glühen, der Apfelwein ebenso und auch für die Kinder (klein oder „groß“) gab es prozentfreies Warmes. Waffeln wurden gebacken und auf dem Grill „bräunten“ sich die Würstchen.

grillen1

Es war ein emsiges Treiben, selbst der Regen hat die Laune nicht geschmälert (wir sind ja auch nicht aus Zucker gebaut – oder??). Erst kamen nur vereinzelt hungrige Leute auf den Hof, aber es vermehrte sich mit der Zeit und zum Umzugs-Höhepunkt, war die Straße propper voll und es wurde reichlich Hunger gestillt.

Das „Besondere“ an dieser Aktion ist, dass die Speisen und Getränke nichts kosten, sondern das jeder eine Spende geben darf. Die Spendendosen waren gut gefüllt und auch Rosalie (unsere „Spendenwutz“) musste keinen Hunger leiden. Die Spenden kommen unserer SHG zugute. Es war eine lustige Runde, mir hat es Spaß gemacht. Es hat alles geklappt: die Verständigung, das Drumherum – toll.

Dann kam der Umzug… Es ist nicht so, dass es für mich komplett neu wäre. Wie bereits geschrieben, kenne ich solche Umzüge von meiner näheren Umgebung. Trotzdem fesselt es einen immer wieder. Die tollen Ideen, die bunten Farben, die Stimmung… alles springt zu einen über 😉

Am Ende des Zuges kamen dann noch die Wagen mit der „jungen“ Besatzung. Diese brauchen ja für die richtige Atmosphäre ordentlich laute Musik. Bei einem Wagen kam mir gleich Herbert Grönemeyer in Erinnerung „Musik nur, wenn sie laut ist“. Eine Songstelle lautet: “Sie mag Musik nur, wenn sie laut ist, wenn sie ihr in den Magen fährt.“ Und genauso fühlte ich mich. Die Musik, die Vibrationen spürte ich im gesamten Oberkörper. Volle Wucht… Wahnsinn1 (allerdings bin ich nicht ertaubt in dem Sinne, sondern ich besitze ein ABI).

Auch meinem Mann hat es gefallen und wir werden versuchen, nächstes Jahr wieder zum Helfen vor Ort zu sein. Ich wünsche mir ganz fest, dass es wieder ein „freier Sonntag“ ist…und auch das Schicksal sich anständig verhält.

¶                                                                  ¶                                                              ¶

Na da drücken wir mal die Daumen und warten auf neue Erlebnisse, im kommenden Jahr. 😉

3 Gedanken zu „Faschingsgrillen – Mit Schirm, Charme und hochgekrempelten Ärmeln

  1. Gerhard der Graue.

    Schade,ich werde das Faschingsgrillen in Mücke nie besuchen können.
    Einerseits habe ich mit der jahreszeitbedingten Kälte Probleme, andererseits fahre ich selbst kein PKW mehr die schlappen 156 KM die ich entfernt wohne, sind für mich als Rollstuhlfahrer doch bissi zu weit, ähem :-/

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    1. Sebastian Autor

      Hi Gerhard… weiß jetzt gar nicht so recht was ich sagen soll… das „ich werde es nie besuchen können“ weil Rollstuhl usw. macht irgendwie traurig. Aber selbst wenn du nicht dabei helfen kannst, wird es sicher eine Möglichkeit geben, mal daran teilzunehmen. Ich drücke dir dafür jedenfalls die Daumen.

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    2. Corinna

      Ach armer grauer Panter.
      Aber selbst wenn du nicht körperlich vor Ort bist, so warst du auch diesmal wieder in deinen Gedanken dabei……ich hab dich gespürt 😉
      Leider wird es sowas immer geben, für einen ist es ein „Katzensprung“ und für den anderen „eine (kleine) Weltreise“. Für den einen ein Klacks und für den anderen zu Kräftezerrend. Auch ich werde nicht überall zugegen sein (können) … zumindest nicht körperlich. Aber in Gedanken bin ich schon viel rumgekommen, hab Geholfen, Kraft gespendet, Händchen gehalten, Mut gemacht, Gelacht, Geweint….

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